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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX entfernt sich von Verlaufstiefs / Leitindex aber weiter klar im Minus - Gewinnmitnahmen und Sorgen um Hongkong-Krise belasten - Spannung vor Trump-Pressekonferenz

Freitag, 29. Mai 2020

Die Wiener Börse hat sich am Freitagnachmittag weiterhin mit deutlichen Abschlägen gezeigt. Der österreichische Leitindex ATX verlor bis 14.30 Uhr 1,62 Prozent auf 2.232,37 Punkte, kam damit von seinen bisherigen Verlaufstiefs aber wieder etwas zurück. Auch das europäische Börsenumfeld erholte sich etwas, lag aber weiterhin fast einheitlich im roten Bereich.

In Wien belasteten Gewinnmitnahmen nach der fünftägigen Aufwärtsserie und die sich zuletzt verschärfende Hongkong-Krise. US-Präsident Donald Trump will sich heute zum weiteren Vorgehen angesichts eines vom chinesischen Volkskongress verabschiedeten restriktiven Sicherheitsgesetzes für Hongkong äußern. Bis dahin dürften sich die Anleger weiter in Zurückhaltung üben.

Meldungsseitig blieb es heimische Papiere betreffend weiter ruhig, zu einzelnen Titel gab es aber Analystenstimmen. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien der Österreichischen Post von 30 auf 28 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Sell" wurde bestätigt. Die Papiere der Post notierten im Nachmittagsgeschäft um 0,16 Prozent höher auf 30,55 Euro.

Zu Rosenbauer äußerten sich die Analysten der Baader Bank. Das Kursziel wurde von 48 auf 30 Euro gesenkt, die Anlageempfehlung von "Add" auf "Reduce" zurückgenommen. Rosenbauer gaben bisher um 0,31 Prozent auf 32,20 Euro nach.

Im Branchenvergleich mussten Ölwerte Abschläge hinnehmen. OMV bildeten mit minus 4,80 Prozent das Schlusslicht im prime market; auch SBO fielen um 2,92 Prozent. Der Ölpreis war zuletzt wieder zurückgegangen.

Immowerte, die am Vortag stark gesucht waren, zeigten sich überwiegend schwächer. Immofinanz fielen um 2,28 Prozent, s Immo um 2,75 Prozent. Warimpex büßten 3,10 Prozent ein. CA Immo, zunächst noch im Minus, drehten ins positive Terrain und kletterten um 1,01 Prozent hinauf.

Auch die schwer gewichteten Banken lagen unter den bisherigen Tagesverlierern. BAWAG mussten einen Abschlag von 2,10 Prozent hinnehmen, Erste Group ein Minus von 2,23 Prozent. Auch Raiffeisen (minus 0,67 Prozent) verloren.

kat/sto

 ISIN  AT0000999982

Author: APA/kat/sto

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