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Aktien Wien Schluss: Mit Abschlägen ins verlängerte Wochenende

Freitag, 29. Mai 2020

Die Wiener Börse hat Freitag deutlich schwächer geschlossen. Der österreichische Leitindex ATX fiel um 1,62 Prozent auf 2232,30 Punkte und beendete damit seine fünftägige Gewinnserie vor dem verlängerten Wochenende. Am Montag ist in Wien Börsenfeiertag, es wird nicht gehandelt. Auch das europäische Börsenumfeld zeigte sich zum Wochenschluss mit negativen Vorzeichen.

Geprägt war das Geschäft zum Wochenausklang von Gewinnmitnahmen und der sich zuletzt wieder verschärfenden Situation zwischen den USA und China. US-Präsident Donald Trump will sich heute zum weiteren Vorgehen angesichts eines vom chinesischen Volkskongress verabschiedeten restriktiven Sicherheitsgesetzes für Hongkong äußern.

Auch schwache US-Konjunkturdaten sorgten für eine trübere Stimmung bei den Anlegern. Die US-Verbraucher haben ihren Konsum im April wegen der Coronakrise so stark eingeschränkt wie noch nie. Sie gaben 13,6 Prozent weniger aus als im Vormonat, Experten hatten nur mit einem Minus von 12,6 Prozent gerechnet. Auch der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago blieb mit 32,3 Punkten hinter den Erwartungen zurück, ebenso die zweite Schätzung des Konsumklimas der Uni Michigan.

Die Meldungslage zu österreichischen Einzeltiteln blieb vor dem verlängerten Wochenende mager. Zu einzelnen Aktien gab es aber Analystenstimmen. Die US-Großbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien der Österreichischen Post von 30 auf 28 Euro gesenkt und ihr Anlagevotum "Sell" bestätigt. Die Papiere der Post schlossen 1,15 Prozent tiefer bei 30,15 Euro.

Zu Rosenbauer äußerten sich die Analysten der Baader Bank. Sie senkten ihr Kursziel von 48 auf 30 Euro und nahmen ihre Anlageempfehlung von "Add" auf "Reduce" zurück. Die Aktien verloren 2,17 Prozent auf 31,60 Euro.

Branchenseitig betrachtet standen Ölwerte stark unter Druck. SBO gingen um 5,06 Prozent schwächer als größter Tagesverlierer aus dem Handel, knapp gefolgt von OMV mit minus 4,93 Prozent. Der Ölpreis hatte zuletzt wieder nachgegeben.

Bankenwerte schlossen uneinheitlich. Erste Group beendeten das Geschäft um 4,29 Prozent tiefer, Bawag mit einem Minus von 2,50 Prozent. Raiffeisen dagegen retteten ein kleines Plus von 0,24 Prozent ins Wochenende, Addiko waren gesucht mit plus 1,99 Prozent.

EVN sprangen mit einem Kursgewinn von 7,55 Prozent an die Spitze der Kursgewinner im Prime Market. Das Unternehmen hatte am Vortag Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr vorgelegt./kat/sto/APA/stw

 ISIN  AT0000999982

AXC0356 2020-05-29/18:27


Author: dpa-AFX

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