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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX steigt, FACC weiter stark nachgefragt / Aktien des Flugzeugausrüsters springen um knapp 11 Prozent hinauf - Zumtobel nach Zahlen weiter im Fokus

Dienstag, 02. März 2021

Die Wiener Börse hat am Dienstag im Verlauf mit leichten Aufschlägen tendiert. Der heimische Leitindex ATX stieg gegen 14.15 Uhr um 0,30 Prozent auf 3.086,13 Punkte. Der ATX Prime erhöhte sich um 0,30 Prozent auf 1.565,82 Einheiten. Konjunkturdatenseitig setzten Inflationszahlen in der Eurozone und deutsche Einzelhandelsdaten kaum Impulse. Marktbewegende Daten aus den USA dürften am Nachmittag ebenfalls rar bleiben.

Vielmehr setzten bis zuletzt Unternehmensnachrichten Akzente. So sprangen die Titel der FACC um 10,9 Prozent hinauf, nachdem der Flugzeugausrüster bekannt gegeben hatte, dass er seit drei Jahren an einem Elektro-Lufttaxi arbeite und den Markt dafür in den kommenden Jahrzehnten massiv wachsen sehe. Neben dem chinesischen Konzern E-Hang, mit dem FACC das Lufttaxi entwickelt habe, arbeiten die Innviertler noch an einem zweiten derartige Projekt "mit einem Milliardenkonzern, dessen Namen ich nicht nennen darf", sagte FACC-Chef Robert Machtlinger den "Oberösterreichischen Nachrichten".

Dabei gehe es nicht nur um den Personentransport. Es "könnte Logistik, Überwachung oder Ambulanz sein", so der FACC-CEO. "Es geht um ein nichtmilitärisches, autonomes Fluggerät mit einem Umsatzpotenzial von 50 bis 90 Millionen Euro im Jahr 2025." Im Bereich Lufttaxis respektive neue Mobilität in Megacitys werde der Markt 2030 bei 30 Mrd. Dollar liegen, 2050 bei 90 Mrd. Dollar.

Nach Zahlen weiter gefragt waren zudem die Aktien der Zumtobel (plus 3,5 Prozent). Der Vorarlberger Leuchtenkonzern leidet zwar noch unter der Coronakrise, holt aber Quartal für Quartal wieder auf. Der Umsatz lag nach neun Monaten des schiefen Geschäftsjahres zwar noch zweistellig im Minus, im dritten Quartal alleine lag der Rückgang aber nur mehr bei 8,8 Prozent und es gab einen Gewinn von 1,5 Mio. Euro, statt eines Verlustes wie im Vorjahresquartal.

An Analystenstimmen gab es am heutigen Handelstag zwei zu Werten aus Österreich. Die Wertpapierexperten von Wood & Company steigerten ihr Kursziel für die Aktien der CA Immo von 30,5 auf 41 Euro. Das Votum wurde dabei von "Buy" auf "Neutral" gesenkt. Der Analyst Jakub Caithaml kommentierte in seiner Studie, dass das Übernahmeangebot der Starwood von 36 Euro je Titel nicht das langfristige Wertentwicklungspotenzial des Konzerns widerspiegle. Die Wertpapiere tendierten marginal im Minus bei 37 Euro.

Die Analysten der Erste Group hoben indes ihr Kursziel für die Aktien von Semperit von 26,5 auf 30,7 Euro an. Unter der Überschrift, dass die coronabedingten, positiven Effekte auf die Medizin-Sparte des Schutzhandschuhherstellers noch nicht eingepreist seien, hob die Expertin Vladimira Urbankova unter anderem die stockende Impfkampagne hervor. Dies würde sich positiv auf die Nachfrage nach medizinischer Schutzausrüstung auswirken. Die Aktien gewannen 2,7 Prozent auf 26,95 Euro hinzu.

sto/pma

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Author: APA/sto/pma

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