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Wiener Börse 2 - Verluste im Späthandel eingegrenzt / ATX gibt 0,29 Prozent ab - Ölwerte von Ölpreiszuwächsen beflügelt

Donnerstag, 04. März 2021

Die Wiener Börse hat am Donnerstag den Handel etwas schwächer beendet. Der heimische Leitindex ATX schloss mit einem Abschlag von 0,29 Prozent auf 3.084,79 Punkten, nachdem die Verluste im Späthandel etwas eingegrenzt worden waren. Eine gebremste internationale Anlegerstimmung drückte auch den ATX ins Minus. Die Sorgen vor weiter anziehenden Anleihenzinsen belasteten etwas die Stimmung.

Am heimische Markt prägten am Berichtstag neue Analystenmeinungen die Meldungslage. Geschäftszahlen für das Jahr 2020 präsentierte zudem der Flughafen Wien.

Die Andritz-Aktie gab 2,5 Prozent auf 39,46 Euro ab. Die Experten der Commerzbank haben ihr Anlagevotum für die Aktien der Anlagenbauers von "Buy" auf "Hold" zurückgenommen. Zudem wurde nach den jüngsten Viertquartalszahlen das Kursziel von 38,00 auf 45,00 Euro nach oben revidiert. Die Abstufung wurde mit einem Mangel an Kurspotenzial auf das errechnete Kursziel begründet.

Gesucht präsentierten sich dank anziehender Rohölpreise die Aktien aus dem Ölbereich. OMV-Anteilsscheine steigerten sich um 2,4 Prozent und die Titel des niederösterreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann gewannen starke 3,2 Prozent. Die auffälligste Kursbewegung zeigte aber die Aktie des Biotechunternehmens Marinomed mit einem Kurssprung von 10,7 Prozent.

Nach Vorlage von Zahlen büßten die Papiere des Flughafen Wien zwei Prozent ein. Der größte heimische Airport hat 2020 wegen der Coronapandemie und dem Einbruch der internationalen Reisen massiv gelitten. Der Umsatz ging um 61,1 Prozent auf 333,7 Mio. Euro zurück. Zudem gab es erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Verlust, der mit 75,7 Mio. Euro gleich heftig ausfiel. Heuer hofft der Flughafen auf einen Aufschwung ab dem zweiten Halbjahr und in Summe auf eine "Schwarze Null" mit 4 Mio. Euro Gewinn bei 430 Mio. Euro Umsatz.

Ins Blickfeld rückten auch weitere Analystenstimmen. Die Experten der Erste Group haben ihre Anlageempfehlung für die Aktien des Kartonherstellers Mayr-Melnhof von "Hold" auf "Accumulate" hochgesetzt und das Kursziel für von 150,0 auf 210,5 Euro nach oben revidiert. Die Titel von Mayr-Melnhof gingen mit minus 1,0 Prozent bei 179,0 Euro aus dem Handel.

Zumtobel schlossen mit plus 1,5 Prozent auf 6,17 Euro. Hier haben die Analysten der Berenberg Bank nach den jüngsten Quartalszahlen des Leuchtenherstellers ihr Kursziel für die Aktie von 6,25 Euro auf 7,00 Euro erhöht. Die Anlageempfehlung "Hold" wurde bestätigt.

Zudem hat die Berenberg Bank sowohl ihre Empfehlung "Buy" als auch ihr Kursziel von 38,0 Euro für die Aktien von Palfinger unverändert belassen. Die Palfinger-Aktie steigerte sich um 2,7 Prozent auf 32,85 Euro.

Bei Lenzing gab es einen Kursverlust in Höhe von 2,1 Prozent zu sehen. Bereits am Vortag waren die Titel um mehr als fünf Prozent abgerutscht. An zwei Standorten des von Lenzing und Palmers betriebenen Joint-Ventures Hygiene Austria hatte es zuletzt Hausdurchsuchungen gegeben.

Do&Co legten um 0,3 Prozent zu. Der Cateringkonzern will künftig Essen zustellen. "Wir wollen mehr Endkundengeschäft machen", sagte Do&Co-Chef Attila Dogudan.

Unter den schwergewichteten Banken büßten BAWAG 1,8 Prozent an Kurswert ein. Erste Group verbilligten sich um 0,9 Prozent und Raiffeisen Bank International kamen um 0,7 Prozent zurück.

ste/sto

 ISIN  AT0000999982

Author: APA/ste/sto

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