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Wiener Börse (Mittag) - ATX rutscht tiefer in Verlustzone / Leitindex im Mittagshandel 1,09 Prozent tiefer - Mit Coronavirus begründete Apple-Umsatzwarnung trübt Stimmung europaweit

Dienstag, 18. Februar 2020

Die Wiener Börse hat am Dienstag zu Mittag ihre Kursverluste aus dem Frühhandel ausgeweitet. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.175,12 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 34,98 Punkten bzw. 1,09 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,56 Prozent, FTSE-100/London -0,71 Prozent und CAC-40/Paris -0,34 Prozent.

Europaweit ging es an den Börsen abwärts. Für Unsicherheit sorgte vor allem die am Vorabend veröffentlichte Umsatzwarnung von Apple, die neuerlich Sorgen um die Auswirkungen des Coronavirus schürte. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, wegen der Epidemie in China die erst wenige Wochen alte Umsatzprognose für das laufende Quartal zu verfehlen. Dass Apple jetzt schon sicher sei, die bisher verlorenen Umsätze in diesem Quartal nicht mehr aufholen zu können, belege den Ernst der Lage, kommentierte ein Analyst.

Der ATX gab stärker nach als die meisten seiner europäischen Pendants, was vor allem an der schwachen Performance von OMV (minus 2,88 Prozent auf 42,50 Euro) und voestalpine (minus 2,41 Prozent auf 22,26 Euro) lag. Ölaktien zeigten sich europaweit schwach, der Brent-Ölpreis lag zu Mittag 1,7 Prozent im Minus.

Auch am Ölmarkt sind die Auswirkungen des Coronavirus eines der bestimmenden Themen, da China der zweitgrößte Ölabnehmer der Welt und entsprechend bedeutend für die globale Ölnachfrage ist. Neben der OMV lag auch die zweite ATX-Ölaktie Schoeller-Bleckmann (minus 2,35 Prozent auf 41,60 Euro) klar im Minus.

Bei der voestalpine wiederum dürfte die europaweite Schwäche von Autoaktien belastet haben. Der Automobilsektor ist ein wichtiger Abnehmer des Linzer Stahl- und Technologiekonzerns und steht aktuell unter Druck. Eine EY-Studie zu Deutschland zeigte, dass zehn der zwölf an der Frankfurter Börse notierten Autokonzerne bzw. -zulieferer im abgelaufenen Jahr ihre Prognose hatten senken müssen.

In der Früh hatte außerdem Kapsch TrafficCom Geschäftszahlen vorgelegt. Der Anbieter von Mautsystemen meldete für die ersten drei Quartale 2019/20 einen Gewinneinbruch, den das Unternehmen auf Belastungen wegen der deutschen Mautverträge und dem Mautprojekt in Tschechien zurückführt. Für die Marktteilnehmer kam dies jedoch nicht mehr überraschend, das Unternehmen hatte in der Vorwoche bereits eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Die Aktien verloren dennoch 1,60 Prozent auf 24,60 Euro.

Noch ausständig ist die für heute angesetzte Veröffentlichung des Geschäftsberichts von Palfinger. Sie werde am späten Nachmittag erfolgen, hieß es aus dem Unternehmen. Im Vorfeld stiegen die Aktien des Salzburger Kranherstellers im schwachen Umfeld leicht um 0,19 Prozent auf 26,75 Euro.

dkm/rai

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Author: APA/dkm/rai

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