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Wiener Börse 2 - Virussorgen erneut im Fokus / ATX gab um 0,77 Prozent nach - US-Eröffnung hat ebenfalls belastet

Freitag, 21. Februar 2020

Die Wiener Börse hat am Freitag mit Verlusten geschlossen. Der ATX fiel um 24,45 Punkte oder 0,77 Prozent auf 3.149,39 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,70 Prozent, DAX/Frankfurt -0,75 Prozent, FTSE-100/London -0,44 Prozent und CAC-40/Paris -0,66 Prozent.

Neben den Sorgen um die Ausbreitung des Coronavirus nach Japan und Südkorea, belastete eine schwache Eröffnung der Wall Street die Märkte deutlich. Ein Grund für die Abgaben in New York waren US-Konjunkturdaten, die enttäuschend ausgefallen waren. So fiel ein Stimmungsindikator für die US-Industrie von 53,4 Punkten auf 49,4 Zähler und damit die unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Analysten hatten im Schnitt mit einer Schrumpfung auf 51,5 Zähler gerechnet.

Mit Blick auf die verschiedenen Branchen zeigten sich einerseits Titel aus der Ölindustrie mit deutlichen Abgaben: OMV verloren 2,48 Prozent auf 42,80 Euro und Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) schlossen gar um 4,06 Prozent tiefer bei 40,15 Euro. Andererseits kamen auch Bankenaktien unter Druck. Erste Group sanken um 0,63 Prozent auf 34,56 Euro. Raiffeisen Bank International (RBI) verloren 1,81 Prozent auf 21,65 Euro.

Unter den wenigen Gewinnern waren die Aktien des Verbunds vertreten. Sie stiegen um 2,73 Prozent auf 49,64 Euro. Auch s Immo waren gefragt. Die Titel des Konzerns gewannen 1,55 Prozent auf 26,25 Euro.

Lenzing gingen bei mit plus 0,29 Prozent bei 68,45 Euro aus dem Handel. Vor zehn Tagen hatte der Faserhersteller zwei der drei Anlagen in seinem chinesischen Werk in Nanjing wegen Lieferengpässen bei Rohstoffen und eines Rückgangs der Nachfrage heruntergefahren. Nun habe man alle Produktionslinien wieder vollständig hochgefahren, teilte der Konzern mit.

Schwach waren dagegen die Aktien des Airlinecaterers DO&CO. Sie verloren 3,21 Prozent auf 93,60 Euro. Die Coronavirus-Epidemie in China koste DO&CO pro Monat 1,8 Mio. Euro an Umsatz, ging aus einem Kommentar der Berenberg zu den am Vortag vorgelegten Zahlen hervor. Sie beriefen sich auf Aussagen des Konzerns. Die Wertpapierexperten hoben in der Studie dennoch ihr Kursziel von 110,0 Euro auf 115,0 Euro und bestätigten die Kaufempfehlung "Buy".

Mit den größten Verlusten im prime market Segment schlossen die Anteile des Gummikonzerns Semperit. Sie sackten um annähernd fünf Prozent auf 12,36 Euro ab.

(Forts.) sto/ste

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Author: APA/sto/ste

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