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Österreichische Staatsanleihen legen zu - Corona-Ängste stützen / Überraschend guter ifo-Geschäftsklimaindex wirkt sich nicht merklich aus

Montag, 24. Februar 2020

Die Kurse österreichischer Staatsanleihen sind am Montag angetrieben von Corona-Ängsten gestiegen. Im Gegenzug sanken die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 4 Basispunkte auf -0,31 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag zuletzt bei 17 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,31 Prozent auf 175,48.

Die jüngsten Nachrichten über die Ausbreitung des Corona-Virus haben die Finanzmärkte zum Wochenbeginn geschockt. Die Aktienbörsen, aber auch die Ölpreise gaben stark nach. Staatsanleihen profitierten hingegen von ihrer Rolle als sichere Anlageform in Krisenzeiten und legten zu. Auch andere "sichere Häfen" wie Gold oder der Schweizer Franken waren am Montag gesucht und stiegen auf Mehrjahreshochs.

Der am Vormittag gemeldete ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland wirkte sich hingegen nicht merklich an den Märkten aus. Die Stimmung in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar trotz der Corona-Epidemie leicht aufgehellt. Die jüngsten Virus-Entwicklungen in Südkorea und Italien waren aber noch nicht in den Umfragen berücksichtigt.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre  -0,66   -0,59  -0,07       1                       
5 Jahre  -0,57   -0,52  -0,05       9                       
10 Jahre -0,31   -0,27  -0,04       17                      
30 Jahre 0,25    0,28   -0,03       24                      

mik/ste


Author: APA/mik/ste

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Legende:
ohne Veränderung
Trend positiv
Trend negativ
stark gestiegen
stark gefallen